Ich bin schön

Studierende der Klasse Prof. Anke Doberauer, AdBK München & Studierende und Absolvent:innen der Ostkreuzschule für Fotografie, Berlin, mit den Gästen: Anke Doberauer, Franziska Klotz, Chris Levine und Jovana Reisinger

 

Eröffnung: Do | 04.12.2025 | 19:00 Uhr

 

Datum: Fr | 05.12.2025 - So | 29.03.2026

 

Öffnungszeiten: Di – Sa | 15:00 – 19:00 Uhr, So | 14:00 – 18:00 Uhr

 

Ort: Pasinger Fabrik | August-Exter-Str. 1

"Nie zuvor war es so unklar wie heute, wie wir „schön“ definieren. Am „Schönen“ scheiden sich bekanntermaßen die Geister. David Hume, ein Philosoph des 18. Jahrhunderts erklärte, dass die Schönheit im Geiste dessen liege, der sie betrachtet. In der Kunst nimmt die Darstellung des „Schönen“ als ästhetische Kategorie lange Zeit einen großen Raum ein.

 

 

 

Heute ist Schönheit zu einem allgegenwärtigen Thema unserer Lebensführung geworden. Digitale Medien und KI fordern tradierte Vorstellungen von „schön“ heraus. In diesem Kontext ist die Behauptung „Ich bin schön“ ein besonders umstrittenes Statement. Wer oder was ist schön? Aufgrund einer rapiden Zunahme kultureller Volksabstimmungen und Hybridisierungen im digitalen Raum hat sich ein vollkommen neues Verständnis von „schön“ entwickelt. Die Vorstellung eines absoluten „Schönen“ ist obsolet geworden, da sich im „Schönen“ heute aktuelle Themen aus Gesellschaft und Kultur widerspiegeln.

 

Die Ausstellung „Ich bin schön“ bewegt sich kritisch im Spannungsfeld eines etablierten Verständnisses von „schön“ und dessen Revision. Es wird gezeigt, welche Themenbereiche die Auseinandersetzung mit Schönheit heute prägen: Können die traditionellen ästhetischen Konzepte noch Geltung beanspruchen? Welchen Einfluss haben Medien, Populärkultur, KI, Mode und Werbung auf die ästhetischen Vorlieben? Welche Selbstbilder sind wirksam, wenn der Körper zunehmend zum Objekt von Schönheitstechniken wird?

 

 

 

Heute hat sich für die Andersartigkeit von „schön“ ein alternatives Feld gebildet. Auf diesem entwickelt die Ausstellung in verschiedenen Sektionen eine Ästhetik des „Schönen“, die die idealisierte Schönheit gegen den Strich bürstet – der Schönheit des Indifferenten, Grotesken, Narrativen, Transzendenten und Verdrängten nachgeht sowie dem Marginalisierten und der Abweichung von der Norm Sichtbarkeit einräumt.

 

 

 

Die Vielschichtigkeit des Schönheitsdiskurses entfaltet sich in eindrücklichen Positionen der Klasse für Bildredaktion Nadja Masri der Ostkreuzschule für Fotografie Berlin, von Anke Doberauer und Studierenden ihrer Klasse für Malerei und Grafik an der Akademie der Bildenden Künste München sowie den Gästen Franziska Klotz, Chris Levine und Jovana Reisinger."

 

 

 

Teilnehmende KünstlerInnen:

Akademie der Bildenden Künste München / Klasse Anke Doberauer: Lisa Bahuschewskaja, Serafina Gmach, Paul Grassl, Leon Habelt, Sevilay Hannas, Leon Kiel, Donghwan Kim, Sofiia Kozoriz, Jodi Smith, Panni Somody, Benigno Alba Valdez, Anna Wandaller, Chenzhong Xu, Anke Doberauer

Sowie: Franziska Klotz, Chris Levine und Jovana Reisinger

 

 

Ostkreuzschule für Fotografie, Berlin

FotografInnen: Maria Bolz, Stéphanie Bonn, Lina Czerny, Johanna Maria Dietz, Delia Friemel, Mathilde Tijen Hansen, Erik Irmer, Heidi Krautwald, Hannah Pieper, Joëlle Quintin, Ecaterina Rusu, Henriette Seibert, Svenja Wiese, Sarah Zellmann

Projektion: Mischa Christen, Chiara Dazi, Anna Eckold & Natalia Smirnowa, Ferdinand Peuker & Jenny Hasselbach, Alexander Klang, Max Korndörfer, Peter Kronenberg, Kim Oppermann, Phoenix Joel, Natalya Reznik

Kuratiert von den Studierenden der Bildredaktion 2025/26 an der Ostkreuzschule für Fotografie, Berlin, unter der Leitung von Nadja Masri

mit Unterstützung von Coline Matthée, Rucan Cetinkaya, Yen Duong, Jana von Herder, Lisa Koch, Marlene Mingramm, Julia Moras, Lucia Jost, Anja Marie Scholze, Carmen Strobel, Luisa Voita, Oliver Wagner, Lina Weisener, Karolina Wittkopf, Johanna Wittig

 


360°

Eröffnung & Ausstellung: 13. Oktober 2025, 17–20 Uhr

 

Kálvária, Ungarische Akademie der Bildenden Künste (MKE)

Epreskert VI., Bajza utca 41, Budapest

 

Fotos: Barnabás Neogrady-Kiss

Herzliche Einladung zur gemeinsamen Ausstellung der Kunstakademien Budapest, München, Cluj-Napoca und Szczecin. Mária Chilf, Anke Doberauer, Ioana Popa, Łukasz Skąpski und ihre Klassen präsentieren die Ergebnisse ihres gemeinsamen performativen Pleinair-Malprojekts, realisiert in der Künstlerkolonie Tihany in Ungarn. Der Workshop wurde im Rahmen des Erasmus+ BIP-Programms durchgeführt.

 

 

Konzeption: Anke Doberauer Malerei: Tudor Baciu | Veronika Ágnes Barna | Anna Biro | Simon Boros | Ayana Patricia Cernea | Mária Chilf | Oliwia Karolina Ciesielska | Lola Cuallado | Anke Doberauer | Paula Drăgan | Maya Freewood | Serafina Gmach | Paul Grassl | Leon Habelt | Sevilay Hannas | Julián Horniák | Kincső Kiss | Tamara Lennert | Senshu Miya | Júlia Pais-Horváth | Laura Anna Pálcsa | Réka Petőcz | Ioana Alexandra Popa | Virág Bíborka Sári | Klára Schanda | Anna Eszter Setényi | Jodi Smith | Panni Somody | Csenge Szalontai | Zsófia Kincső Szilágyi | Eszter Virág Szoboszlai | Amany Timraz | Zsigmond Tolnai | János Tóth | Luca Tamara Varga | Anna Wandaller | Chenzhong Xu Fotografie: Łukasz Skąpski | Rebeka Petra Takács | Wojciech Wiler | Nat Zaorska

 


The green cloud

We (don't) need (no) education

Studierende der Klasse Anke Doberauer AdBK & Studierende der Klasse Mária Chilf MKE

 

Eröffnung So | 28.09.2025 | 18:00 Uhr

Datum Mo | 29.09.2025 - Fr | 10.10.2025

Öffnungszeiten Mo 16:00 - 20:00 Uhr | Di & Do 14:00 - 18:00 Uhr | Fr 10:00 - 14:00 Uhr

Ort FKSE Studio of Young Artists’ Association | 1074 Budapest, Rottenbiller u. 35.

Fotos: Barnabás Neogrady-Kiss

Kooperationsprojet der Klasse Anke Doberauer der AdBK und der Klasse Mária Chilf der MKE Kunstakademie Budapest

 

Ausgangspunkt der Ausstellung ist das 1938 erschienene Kinderbuch „The Last Man Alive” des schottischen Autors und Pädagogen A. S. Neill, das 1971 in Deutschland unter dem Titel „Die grüne Wolke” veröffentlicht wurde. Es entstand in Zusammenarbeit zwischen Neill und seinen Schülern als kollektive Schreibübung und untersucht die Möglichkeiten demokratischer Pädagogik.

 

Die Ausstellung tritt nicht nur in einen Dialog mit „Die grüne Wolke“, sondern übernimmt auch die spekulative Haltung der Autorinnen. Sie aktualisiert die Anliegen der Protagonisten des Buches, die angesichts der heutigen wirtschaftlichen, politischen und ökologischen Bedrohungen dringlicher denn je sind. Die Kunstwerke bewegen sich an der Schnittstelle zwischen Dystopie und gesellschaftlichem Wandel. Sie stellen Bildung – ihre Systeme und Instrumente – sowohl als formbare Struktur als auch als potenziellen Reproduzenten der globalen Krise dar. Anstatt sich auf Katastrophenszenarien zu konzentrieren, erforscht die im Ausstellungsraum konstruierte Pseudodystopie die Entstehung neuer Möglichkeiten und Rahmenbedingungen und sucht nach potenziellen Antworten der jüngeren Generation.

 

 

Künstlerinnen (m/w/d) München: Lisa Bahuschewskaja, Serafina Gmach, Paul Graßl, Leon Habelt, Sevilay Hannas, Helge Hossfeld, Julija Kalinova, Donghwan Kim, Senshu Mia, Ilvie Schlotfeldt, Jodi Smith, Panni Somody, Hala Almany Timraz, Benigno Alba Valdés, Anna Wandaller, Chenzhong Xu Künstlerinnen (m/w/d) Budapest: Veronika Barna, Simon Boros, Vivien Cserneczky, Julián Horniák, Kincső Kiss, Tamara Lennert, Júlia Pais-Horváth, Réka Petőcz, Virág Sári, Klára Schanda, Csenge Szalontai, Zsigmond Tolnai, Hanna Vámosi Kuratorinnen (m/w/d) Ferenc Domokos, András Nagy, Zsinka Szabó, Sára Tomcsányi

 


Jahresausstellung 2025

Klasse Anke Doberauer

 

 

Die Grüne Wolke

The last man alive

 

26.  Juli - 03. August 2024

 

Akademie der Bildenden Künste München

Akademiestraße 2 | Altbau 1.OG | Raum A.O1.16 - 17

 

Eröffnung: Sa 26.07., 14 - 22 Uhr (letzter Einlass 21 Uhr)

 

Öffnungszeiten:

So – Fr | 14 – 20 Uhr

Sa 02.08. & So 03.08. | 11 – 20 Uhr

 

Fotos: Stefanie Rössing

Die grüne Wolke
The Last Man Alive


Wie würden die „Unterdrückten“ die Gesellschaft neu organisieren?
Würde eine anti-autoritäre soziale Struktur realisierbar, wenn die Entscheidungsgewalt in die Hände von Kindern, Tieren oder all jener überginge, die derzeit von Macht ausgeschlossen sind?


Ausgangspunkt der Ausstellung ist das Kinderbuch The Last Man Alive des schottischen Schriftstellers und Pädagogen A. S. Neill, das 1938 erschien und 1971 unter dem Titel Die grüne Wolke in Deutschland veröffentlicht wurde. Das Buch entstand im Rahmen einer kollektiven Schreibübung, die Neill gemeinsam mit seinen Schüler:innen durchführte, als ein Experiment demokratischer pädagogischer Praxis. Die dystopische Erzählung – geboren aus gemeinsamer Vorstellungskraft – skizziert eine Gesellschaft, die durch eine mysteriöse grüne Wolke auf versteinerte Menschen, verwilderte Tiere, anarchistische Gangster, einen Millionär, einen Lehrer und eine Gruppe von Schüler:innen reduziert ist – Protagonist:innen, die den Versuch unternehmen, eine neue, autonome Gesellschaftsordnung zu etablieren.


Die Ausstellung tritt nicht nur in einen Diskurs mit Die grüne Wolke, sondern übernimmt auch die spekulative Haltung der Autor*innen. Sie aktualisiert und verinnerlicht die zentralen Sorgen der damaligen Figuren, deren Spiegelungen heute – angesichts ökonomischer, politischer und ökologischer Bedrohungen – zu dringlichen Fragen geworden sind. Die innerhalb des Ausstellungsraumes geschaffene Pseudo-Dystopie konzentriert sich nicht auf Katastrophenszenarien, sondern sucht nach Möglichkeiten der Neugestaltung, nach neuen Rahmenbedingungen und nach Antworten, die von der jungen Generation kommen könnten.