Sonstiges


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Anke Doberauer

 

Eröffnung

Freitag, 3. Juli 2020

19 Uhr

 

Begrüßung / Elisabeth Mehrl

Einführung / Wolfgang Ullrich im Künstlergespräch mit Anke Doberauer

 

Kunstverein Rosenheim

 

 

 

Sonntag, 2. August, 11 Uhr

 

Ausstellungsführung / Elisabeth Mehrl

 

Wir freuen uns auf Ihren Besuch. Es gelten die vorgeschriebenen Hygieneregelungen.

 

 

4. Juli – 9. August 2020

Do/Fr/Sa 14-17.30 Uhr / So 11-17.30 Uhr und nach Vereinbarung

T 08031 12166

Klepperstraße 19 / 83026 Rosenheim

www.kunstverein-rosenheim.de


Die Chiaroscuro-Technik im klassischen Gemälde

 

Mo, 17.06.2019, 18 Uhr: Vortrag von Blanca Amorós 

Raum E.02.29

Neubau, Akademie der Bildenden Künste München

 

Di-Mi, 18.-19.06.2019, 10-17 Uhr: Workshop von Blanca Amorós

Studienwerkstatt für Maltechnik

Raum E.03.14

Neubau, Akademie der Bildenden Künste

für alle Studierende

 

Anmeldung zum Workshop: foschini [at] adbk.mhn.de 

(Plätze begrenzt)


Ory Dessau

CONTEMPORARY ART AND POLITICAL IMPOTENCE

 

VORTRAG  (eng)

Dienstag, 14. Mai 2019

19 Uhr

 

Akademie der Bildenden Künste München

Raum E.01.23

1.OG Neubau

The lecture will deal with the ways in which art can approach the political sphere by ways of negation, as a sort of an activity whose politics involves highlighting its political ineffectiveness. It will do so through a presentation of ten exhibitions curated by Ory Dessau over the past decade.

 

Ory Dessau is a Ghent-based curator for contemporary art. Among his recent projects: "Fundamentalist Cubes – Inside Spaces by Bruce Nauman, Absalon, and Gregor Schneider" at Fondation M-ARCO, Marseille (2018); "Kobro and Strzemiński: New Art in Turbulent Times" at Moderna Museet Malmö (co-curated with Iris Müller-Westermann and Jaroslaw Suchan, 2018); "Zvi Goldstein – Distance and Differences" at S.M.A.K. Stedelijk Museum voor Actuele Kunst, Ghent (2016). In Munich he recently curated the group show "Inside the Distance" at Galerie Sabine Knust (Artists: Ronald de Bloeme, Lothar Hempel, Gregor Hildebrandt, Olaf Holzapfel, Sebastian Preece, Adam Rabinowitz, 2017).


Marta Smolińska

DAS LESEN DES UNLESBAREN

Unlesbarkeit als kritische Strategie in der polnische Kunst seit 1945 bis heute

 

VORTRAG

Mittwoch, 21. November 2018

19 Uhr

 

@ Auditorium E_EG_28 Neubau

Akademie der Bildenden Künste München

Akademiestrasse 2-4 / 80799 München

Abbildung: Andrzej Bednarczyk, "Wędrowiec", 2009 (Tinte auf Papier, Glas, Holz, Öl / 93x88x68 cm, Detail)

Das Phänomen der Unlesbarkeit von Schrift ist Teil unserer Alltagsexistenz. 

Unlesbarkeit kann auch eine kritische und subversive Strategie sein und – demzufolge – eine politische und subversive Aussage haben. Subversivität verstehe ich in diesem Zusammenhang als ‚Übernahme‘ oder Vereinnahmung der Schrift und als ihre Modifikation zur Herstellung von Unlesbarkeit. 

In unserem Verstand konfrontieren wir fortwährend das Unlesbare mit der Schriftmatrize, die unserem Gedächtnis ‚eingedruckt‘, gleichsam eingeprägt ist. Unlesbarkeit hat einen Sinn nur in Bezug auf die Lesbarkeit. Die Negation der Lesbarkeit ist verständlich nur im Zusammenhang mit Schriftsystemen, die wir bestens kennen und mit Verstand zu lesen vermögen. 

Die deutsche Sprache ist, was die Unlesbarkeit anbelangt, terminologisch reicher als das Polnische. Sie kennt nämlich zwei verschiedene Begriffe: Unleserlichkeit und Unlesbarkeit. Erstere bezeichnet mangelnde Leserlichkeit innerhalb eines uns vertrauten Zeichensystems, herrührend ganz einfach aus Schmiererei oder Gekrakel; letztere bezieht sich auf eine Situation, in der die Zeichen ihre sinnübermittelnde Funktion nicht erfüllen oder ein Notationssystem darstellen, welches wir nicht kennen. Im Polnischen enthält der Begriff nieczytelność beide Bedeutungen: sowohl die der verstümmelten Niederschrift als auch die, bei der die Zeichen sich der Erzeugung einer lesbaren Botschaft verweigern. 

Wie zeitgenössische Philosophen betonen, kann Unlesbarkeit in der Sphäre der Literatur, und ebenso der visuellen Künste, zu einer gegenüber dem Rezipienten bewusst gewählten Strategie werden, um zu zeigen, dass das Unlesbare nicht das Gegenteil des Lesbaren ist und zu sein braucht, sondern alternative Formen des Textzugangs eröffnen kann.

 

Prof. Dr. MARTA SMOLIŃSKA lehrt als Ordinaria für Kunsttheorie an der Universität der Künste Poznań (Polen). Sie ist Kuratorin und Kunstkritikerin und forscht zu ungegenständlicher Malerei der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Schwerpunkte sind Transmedialität und Haptizität.